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CATL und Festkörperbatterien: Kleinserie bis 2027, Massenproduktion um 2030

Ingenieur im Labor untersucht modularen Batteriezellenblock neben E-Auto-Chassis und Laptop mit Diagrammen.

Der Wettlauf um Festkörperbatterien läuft bereits, und mehrere Hersteller stellen in Aussicht, diese Technik noch vor Ende des Jahrzehnts in den Markt zu bringen. Die erwarteten Pluspunkte sind seit Langem bekannt: höhere Energiedichte – also mehr Reichweite –, kürzere Ladezeiten, ein höheres Sicherheitsniveau und eine längere Lebensdauer als bei den heute verbreiteten Lithium-Ionen-Batterien.

Gerüchte um 2000 km Reichweite und 10 Minuten Ladezeit bei CATL

In den vergangenen Tagen kursierten in sozialen Netzwerken Spekulationen, CATL, der chinesische Weltmarktführer bei der Batterieproduktion, habe einen Prototyp entwickelt, der rund 2000 km Reichweite ermöglichen und sich in nur 10 Minuten laden lassen soll. Den Gerüchten zufolge sollte die Serienfertigung bereits 2027 anlaufen – diese zeitliche Einordnung hat das Unternehmen jedoch zurückgewiesen.

„Die Kommerzialisierung (der Festkörperbatterien), einschließlich des Aufbaus der Lieferkette, ist noch ein gutes Stück entfernt“, erklärte das Unternehmen gegenüber CarNewsChina.

„CATL investiert weiterhin in die Technologie, hält eine technische Führungsposition in der Branche und rechnet damit, bis 2027 eine Produktion im kleinen Maßstab zu erreichen“, ergänzte CATL.

Zeitplan: Kleinserie 2027, Massenproduktion um 2030

Laut der chinesischen Publikation passt diese Aussage zu dem, was CATL in den letzten Monaten wiederholt kommuniziert hat: eine Fertigung in kleiner Stückzahl bis 2027 sowie eine Massenproduktion etwa 2030.

Das unterstreicht, dass Forschung und Entwicklung zwar zügig vorankommen, der Schritt vom Labor in eine industrielle Großserienproduktion jedoch weiterhin anspruchsvoll und komplex bleibt.

CATL hat andere Lösungen

Bis Festkörperbatterien tatsächlich in großem Umfang verfügbar sind, erweitert CATL parallel sein Portfolio mit weiteren Ansätzen. Im November des vergangenen Jahres stellte das Unternehmen die Tectrans-Batterie vor – mit einer Kapazität von 1000 kWh und ausgelegt für schwere Lkw.

Kürzlich präsentierte CATL auf der Automesse in Shanghai zudem eine Natrium-Ionen-Batterie namens Naxtra, die dank einer Energiedichte auf dem Niveau von LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) eine Reichweite von bis zu 500 km ermöglichen soll.

Im September zeigte die Marke auf der IAA Mobility 2025 in München außerdem die neue Shenxing Pro-Batterie, die für europäische Automobilhersteller entwickelt wurde. Genannt wurden eine WLTP-Reichweite von bis zu 758 km, eine Lebensdauer von 12 Jahren bzw. einer Million Kilometern sowie nur 9% Degradation nach 200.000 Kilometern.

„Das Unternehmen legt großen Wert auf Festkörperbatterien und verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet. Es hat ein branchenführendes F&E-Team aufgebaut und erhöht die Investitionen in die Festkörperbatterietechnologie weiter, wobei es durchgehend eine Spitzenposition im Sektor behauptet. Derzeit sind die wissenschaftlichen Herausforderungen in der Festkörperbatteriebranche weitgehend gelöst, auch wenn weiterhin einige engineeringbezogene Fragen bestehen“, erklärte das Unternehmen abschließend.

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