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Stellantis präsentiert den neuen Hurricane: Reihensechszylinder-Biturbo mit 3,0 Litern

Dunkelgrüner SUV mit geöffneter Motorhaube, Modell Hurricane 3.0, auf einer Autoausstellung.

Stellantis verfolgt für seine 14 Marken einen umfassenden Elektrifizierungsfahrplan: In den kommenden acht Jahren sollen 75 neue, rein elektrische Modelle auf den Markt kommen. Gleichzeitig verabschiedet sich der Konzern jedoch nicht (und kann es auch nicht) vollständig von Verbrennungsmotoren – ein klares Zeichen dafür ist die Einführung eines neuen Reihensechszylinders.

Der Neuzugang trägt den Namen Hurricane (Hurrikan). Dabei handelt es sich um einen komplett neuen, 3,0-Liter-Benziner mit Reihensechszylinder-Layout und Biturbo-Aufladung. Erwartungsgemäß ist er vor allem für jene Stellantis-Marken gedacht, die in Nordamerika besonders stark vertreten sind.

Entsprechend wurde der Hurricane so ausgelegt, dass er Leistungswerte erreicht, die mit einigen V8-Aggregaten vergleichbar sind, wie man sie in Modellen von Jeep, Dodge oder Ram findet. Angeboten werden zwei Abstufungen: SO (Standard Output) mit über 400 PS und 610 Nm sowie HO (High Output) mit über 500 PS und 645 Nm.

Spezifische Leistung pro Liter über 166 PS

Der Name Hurricane ist dabei keineswegs eine Premiere: Stellantis (bzw. die Vorgänger) nutzte diese Bezeichnung bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren für den Motor des Jeep CJ und CJ3.

Der neue Stellantis-Reihensechser hat damit technisch allerdings nichts gemein, denn das Aggregat wurde von Grund auf neu entwickelt und setzt auf moderne Lösungen. Dadurch erreicht er eine spezifische Leistung pro Liter, die über 166 PS liegt.

Trotz dieser Kennwerte soll der Motor zugleich sehr robust sein und eine „kontrollierte“ Masse mitbringen – besonders im Vergleich zum mächtigen 5,7-l-V8 HEMI, der in diversen Modellen von Dodge, Jeep und Ram zum Einsatz kommt.

Während der saugmotorisierte V8 „rund“ 230 kg auf die Waage bringt, bleibt der neue biturboaufgeladene Reihensechszylinder bei 195 kg in der SO-Ausführung und 200 kg in der HO-Variante.

Die Serienfertigung steht ebenfalls kurz bevor: In den nächsten Monaten soll die Produktion anlaufen. Gebaut wird der Motor im Stellantis-Werk in Saltillo (Mexiko), das auf eine Jahreskapazität von 250.000 Einheiten ausgelegt ist.

In welchen Modellen wird er eingesetzt?

Welche konkreten Fahrzeuge den neuen Reihensechszylinder erhalten, hat Stellantis noch nicht im Detail bekanntgegeben. Sicher ist jedoch, dass er für die größeren Modelle des Konzerns vorgesehen ist – sowohl für bereits erhältliche Baureihen als auch für kommende Fahrzeuge auf Basis der neuen Plattformen STLA Large und STLA Frame.

Bei der STLA Frame handelt es sich um eine Leiterrahmen-Architektur (Längs- und Querträger). Ihr Schwerpunkt liegt vor allem auf Ram-Pick-ups, die in erster Linie in Nordamerika verkauft werden.

Die Plattform STLA Large wiederum bildet die Grundlage für großformatige Modelle – ebenfalls mit klarem Fokus auf den nordamerikanischen Markt. Genannt werden Abmessungen von 4,7–5,4 m Länge sowie 1,9–2,03 m Breite.

Damit ist absehbar, dass diese Motorisierung für Modelle wie den Jeep Wrangler, Grand Cherokee und Grand Wagoneer infrage kommt, ebenso für Challenger und Charger sowie für Ram-Pick-ups.

Allerdings dürfte Jeep als Marke den Anfang machen: Anfang dieser Woche tauchte im US-Online-Konfigurator der Marke ein Bild des neuen Hurricane als Option für den Grand Wagoneer auf – wurde jedoch noch am selben Tag wieder entfernt.

Kommt er nach Europa?

Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass dieser neue Stellantis-Motor den Atlantik überqueren und in Europa angeboten wird.

Und selbst wenn die Architektur theoretisch eine Elektrifizierung zulässt, sollte man im Blick behalten, dass die Plug-in-Hybridversionen (4xe) von Modellen wie Wrangler oder Grand Cherokee „nur“ auf einen 2,0-Liter-Benziner mit Vierzylinder-Reihenbauart setzen.


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