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Nächster Peugeot 208: STLA Small, steer-by-wire und Hypersquare

Weißes Elektro-SUV Peugeot 208 Future auf runder Präsentationsfläche in modernem Ausstellungsraum.

Die nächste Generation des Peugeot 208 soll im kommenden Jahr näher in den Fokus rücken – die französische Marke bereitet damit den wohl radikalsten und zugleich wichtigsten Schritt in der bisherigen Geschichte ihres meistverkauften Modells vor.

STLA Small: neue Plattform für kompakte Stellantis-Modelle

Den Anfang macht die Premiere einer neuen Architektur: STLA Small. Diese Plattform ist für kompakte Fahrzeuge von Stellantis gedacht und deckt Modelle zwischen den Segmenten A und C ab.

Steer-by-wire im Peugeot 208 und das Hypersquare-Lenkrad

Mit STLA Small hält auch neue Technik Einzug. Dazu zählt ein erstmals bei Peugeot eingesetztes steer-by-wire-System, bei dem es – ähnlich wie beim Tesla Cybertruck – keine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern gibt. Peugeot nennt als Vorteile unter anderem eine höhere Lenkpräzision und mehr Sicherheit.

Für Peugeot und den gesamten Stellantis-Konzern ist das eine absolute Premiere. Entsprechend gilt es als wahrscheinlich, dass diese Lösung zügig in weiteren Modellen auftaucht, etwa im zukünftigen Opel Corsa, der bereits von einem radikalen Concept vorweggenommen wurde.

Die Einführung von steer-by-wire – sie soll die notwendige Lenkradbewegung auf weniger als eine volle Umdrehung reduzieren – schafft zugleich die Grundlage für ein neues Lenkradkonzept, das der Inception (2023) bereits angedeutet hat: das Hypersquare.

Im Unterschied zu einem yoke (Manche) wie bei Tesla oder Lexus kommt das Hypersquare in einer rechteckigen Form mit abgerundeten Ecken. Vier kreisförmige Öffnungen nahe dem „Lenkradkranz“ sollen das Greifen erleichtern. Ähnlich wie damals beim Start des i-Cockpit im Jahr 2012 – ausgerechnet im 208 – dürfte auch diese Lösung reichlich Diskussionsstoff liefern.

i-Cockpit: mehr Digitales, mehr Minimalismus

Auch das i-Cockpit selbst soll den nächsten Entwicklungsschritt machen. Erwartet wird ein grosszügiges, gebogenes Panorama-Display in einer stärker digitalen und zugleich minimalistischen Umgebung – allerdings ohne exakt die gleiche Umsetzung wie beim Inception.

Der stärkere Einsatz digitaler Lösungen könnte zudem an anderer Stelle Vorteile bringen, etwa beim Raumangebot oder bei der Flexibilität im Innenraum.

Nur elektrisch?

STLA Small wurde in erster Linie als rein elektrische Plattform entwickelt, lässt grundsätzlich aber auch den Einsatz von Verbrennungsmotoren zu. Trotzdem sprechen die Zeichen dafür, dass die neue Generation des Peugeot 208 ausschliesslich elektrisch auf den Markt kommt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der 208 mit Verbrennungsmotor sofort verschwindet: Die aktuelle Generation soll in den Verbrenner-Versionen (mild-hybrid 48 V) noch einige Jahre weiterverkauft werden – parallel zum neuen Modell.

Eine neue Ära für Peugeot und Stellantis

Damit bekommt der kommende Peugeot 208 zusätzliche Bedeutung: Er soll nicht nur eine neue Plattform einführen, sondern auch bislang bei Stellantis nicht verfügbare Technologien zeigen – und zugleich den Einstieg in eine neue Generation kompakter Elektroautos markieren.

Noch bevor der neue 208 offiziell gezeigt wird, plant Peugeot die Enthüllung eines Prototyps namens „Polygon“. Er soll Design und Interieur des künftigen Modells vorwegnehmen und voraussichtlich noch vor Ende 2025 präsentiert werden. Damit würde auch der ästhetische Übergang mit Elementen aus dem Inception bestätigt.

Die eigentliche Weltpremiere der neuen Generation des Peugeot 208 wird hingegen erst für 2026 erwartet. Damit beginnt ein Zyklus, der den endgültigen Wechsel der französischen Marke zur Elektromobilität prägen soll.


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