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Elektroauto-Verkäufe in Europa im Januar 2026: Skoda Elroq vorn, Tesla fällt

Türkisfarbener elektrischer SUV Skoda Elroq in moderner Ausstellung mit Ladestation im Hintergrund.

Die Elektroauto-Verkäufe in Europa legten im Januar 2026 weiter zu, allerdings deutlich langsamer als im Jahr 2025. Laut Zahlen der ACEA entspricht das einem Plus von 13,9% auf 189 062 Einheiten – und damit weniger als der Hälfte des Wachstums von 29,7%, das über das Gesamtjahr 2025 hinweg erreicht wurde (insgesamt mehr als zwei Millionen Einheiten).

Elektroauto-Verkäufe, Wachstumsdynamik und die EU-CO₂-Vorgaben

Diese Abschwächung wirft Fragen mit Blick auf die Einhaltung der von der Europäischen Union vorgegebenen durchschnittlichen Emissionsgrenze von 93,6 g/km CO₂ für 2027 auf. Der Grenzwert basiert auf der Berechnung des Durchschnitts der Emissionen aus 2025, 2026 und 2027. Der schnellste Weg, die Vorgaben abzusichern und hohe Strafzahlungen zu vermeiden, wäre ein deutlich höherer Absatz von Elektroautos. Branchenvertretern zufolge müsste der Elektroanteil mindestens bei 22% liegen; im Januar kam er in der EU jedoch nur auf 19,3%.

Märkte mit den stärksten Zuwächsen

Unter den Ländern mit dem kräftigsten Wachstum stachen Kroatien (+100%) und Polen (+216,1%) hervor. In den wichtigsten europäischen Märkten – Deutschland, Frankreich, Italien, Vereinigtes Königreich und Spanien – gab es ebenfalls überall Zuwächse, wobei Frankreich mit +52,1% an der Spitze lag. Im Vereinigten Königreich fiel das Wachstum dagegen mit +0,1% nur minimal aus.

Skoda Elroq war das meistverkaufte Elektroauto

Bei den meistverkauften Elektroautos gibt es einen neuen Spitzenreiter: den Skoda Elroq. Er zog am Vorjahresführer Tesla Model Y vorbei, der zudem auch vom Renault 5 E-Tech (+70,4%) überholt wurde. Das geschah, obwohl das Model Y seine Verkäufe gegenüber Januar 2025 um 13,8% steigern konnte.

Dies waren die 10 meistverkauften Elektroautos in Europa im Januar 2026:

Im Top 10 fällt ausserdem der Neueinstieg des noch jungen Mercedes-Benz CLA auf Rang neun auf; der starke Sprung wird mit der Markteinführung zu Beginn des vergangenen Jahres erklärt. Neben den drei Modellen auf dem Podium und dem BMW iX1 (+9,9%) gehören diese Fahrzeuge zu den zehn Bestsellern, die Zuwächse verzeichneten. Alle übrigen Modelle – mit Ausnahme des Volkswagen ID.3 (keine Veränderung) – lagen unter dem Vorjahresniveau.

Den stärksten Rückgang verbuchte der Kia EV3 (Platz 10) mit einem Minus von 39,1%. Der Skoda Enyaq (Platz 7) musste trotz eines kürzlichen Updates einen Rückgang von 19,7% hinnehmen – eine Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Monaten gezeigt hat. Der Erfolg des Elroq könnte dabei den grösseren Enyaq teilweise kannibalisieren.

Die Volkswagen-Modelle ID.3, ID.4 und ID.7, die in früheren Jahren häufig auf dem Podium der meistverkauften Elektroautos standen, rutschten auf die Plätze 4, 5 und 6 ab. Nur der ID.3 hielt sein Niveau (keine Veränderung). Der ID.4 und der ID.7 verzeichneten dagegen deutliche Rückgänge von 32,1% beziehungsweise 19,7%, was zum Teil die starke Konkurrenz im Elektrosegment widerspiegelt.

Welche Marken verkauften am meisten?

Trotz eines Rückgangs (-16%) blieb Volkswagen im Januar die meistverkaufte Elektroauto-Marke, mit 17 230 neu zugelassenen Einheiten. Renault belegte Rang zwei mit 14 447 Einheiten (+64%) – getragen vom Erfolg des 5, aber auch von stabilen Verkäufen des 4 und des Scenic.

Auf Platz drei folgte Skoda mit 14 022 Einheiten, was einem deutlichen Plus von 91% gegenüber Januar 2025 entspricht. Tesla fiel hingegen auf Rang 10 zurück: 7794 verkaufte Einheiten bedeuten ein Minus von 17%.

Zu den Überraschungen des Monats zählt BYD, das im europäischen Markenranking Platz acht erreichte. Mit 8711 verkauften Einheiten entspricht das einem kräftigen Zuwachs von 94% – dem grössten Wachstum innerhalb der Top 10.


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