Der neue Hyundai Tucson „landet“ auf dem portugiesischen Markt und ist nur einer von 14 Neuvorstellungen, die der südkoreanische Hersteller allein für dieses Jahr angekündigt hat – die Marke hat also definitiv alle Hände voll zu tun…
Vor allem optisch sorgt die vierte Generation direkt für einen starken ersten Eindruck. Verantwortlich dafür ist in erster Linie das ausgesprochen markante Design, das bereits 2019 durch das Konzeptfahrzeug Vision T vorweggenommen wurde und sich sehr deutlich vom Vorgänger absetzt.
Besonders die Front zieht die Blicke auf sich: Der parametisch gestaltete Kühlergrill integriert eine eigenständige Lichtsignatur – inklusive der Blinker. Die Abblendlichter (ebenfalls in LED) sitzen in seitlichen Nischen, die den grosszügig dimensionierten Grill flankieren. Am Heck setzt Hyundai ebenfalls auf eine unverwechselbare LED-Lichtgrafik, die von einem Leuchtband über die gesamte Fahrzeugbreite ergänzt wird.
Auch die Karosserie selbst bietet reichlich visuelle Dynamik. Rund um die Radhäuser sind klar modellierte Volumen zu sehen, deren obere Kanten besonders stark betont sind. So entsteht eine Seitenansicht mit gebrochenen Flächen und übereinanderliegenden Formen. Ob einem diese neue Generation gefällt oder nicht: Gleichgültig lässt sie kaum jemanden – und mit Wettbewerbern wird man sie nicht so leicht verwechseln.
Im Innenraum fällt der Umbruch ähnlich deutlich aus, sowohl beim Design als auch bei den Inhalten. Das Kombiinstrument ist nun vollständig digital und wird über einen „schwebenden“ 10,25″-Bildschirm dargestellt. Ergänzend dazu gibt es ein Infotainmentsystem, das je nach Version über einen 10,25″-Touchscreen oder über ein 8” Display\ Audio bedient wird.
Auch beim Platzangebot macht sich das leichte Wachstum der Aussenabmessungen bemerkbar: Die Innenraummasse liegen über denen des Vorgängers – sowohl im Bereich der Passagiere als auch beim Kofferraum.
Motorisierungen
In einer ersten Phase wird der neue Hyundai Tucson in Portugal mit drei Antriebsvarianten angeboten: Benzin, Diesel und Hybrid.
Den Einstieg bildet ein 1,6-l-Vierzylinder-Turbobenziner mit 150 cv, 48-V-Mild-Hybrid-System und einem intelligenten Sechsgang-Schaltgetriebe (6iMT). Darüber rangiert ein 1,6-l-Vierzylinder-Diesel mit 136 cv, ebenfalls als 48-V-Mild-Hybrid, hier jedoch kombiniert mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT).
Die wichtigste Neuerung dieser vierten Tucson-Generation ist die Hybridversion, schlicht als Hybrid bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen „konventionellen“ Hybrid bzw. Full Hybrid (also ohne Möglichkeit, die Batterie per Steckdose zu laden). Das System kombiniert den 1.6 T-GDi-Benziner mit 180 cv mit einem Elektromotor mit 60 cv. Daraus resultiert eine maximale Systemleistung von 230 cv (und 350 Nm Drehmoment). Die Kraft wird ausschliesslich an die Vorderräder übertragen – über eine Sechsstufen-Automatik (Wandler) (6AT).
Die Batterie verfügt über 1,49 kWh Kapazität und wird beim Verzögern sowie über Rekuperationsbremsen nachgeladen. Eine elektrische Reichweite wurde nicht genannt. Wie bei solchen Hybriden üblich – etwa beim Toyota RAV4 oder Honda CR-V – dürfte sie mit einer derart kleinen Batterie jedoch kaum über 2–3 km hinausgehen. Rein elektrisches Fahren ist grundsätzlich möglich, allerdings entscheidet das System automatisch, wann die Bedingungen dafür passen – und zwar bis zu 120 km/h.
Später, gegen Ende des ersten Quartals, folgt eine Plug-in-Hybrid-Version (PHEV), die stärker ausfällt und 265 cv leistet. Diese Variante soll dann auch eine elektrische Reichweite von rund 50 km ermöglichen. Ebenfalls noch 2021 wird ausserdem der Tucson N als sportlichste SUV-Ausführung vorgestellt; konkrete Daten zu den Spezifikationen wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Ausstattung
Es stehen zwei Ausstattungslinien zur Wahl: Premium und Vanguard. Schon in der Variante Premium ist die Serienausstattung umfangreich und umfasst LED-Scheinwerfer, 18″-Felgen, das Smart-Sense-Sicherheitspaket, ein 8″ Display\ Audio, kabelloses Android Auto und Apple CarPlay, einen Regensensor sowie abgedunkelte hintere Scheiben.
Die Linie Vanguard ergänzt unter anderem Lederausstattung, LED-Ambientebeleuchtung, ein Krell-Soundsystem, induktives Laden des Smartphone sowie eine elektrisch öffnende Heckklappe, bei der sich zudem die Öffnungshöhe einstellen lässt.
Im ersten Halbjahr werden Premium und Vanguard ausserdem von einer N-Line-Variante begleitet, die die Marke bereits hat „durchblicken“ lassen und die klar auf eine sportlichere Optik setzt.
Preise
Der Hyundai Tucson ist in Portugal bereits bestellbar. Los geht es bei 31 786 euros für den 1.6 T-GDI 48 V 6iMT Premium, während die Preisspitze bei 43 300 euros für den 1.6 CRDI 48 V 7DCT Vanguard liegt. Und selbstverständlich gibt es – wie bei allen anderen Hyundai – sieben Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung.
- 1.6 T-GDI 48 V 6iMT Premium - 31 786 €
- 1.6 T-GDI 48 V 6iMT Vanguard - 35 718 €
- 1.6 CRDi 48 V 7DCT Premium - 39 100 €
- 1.6 CRDi 48 V 7DCT Vanguard - 43 300 €
- Hybrid Premium - 38 650 €
- Hybrid Vanguard - 42 850 €
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