Zum Inhalt springen

GMA T.50s ‘Niki Lauda’: Track-Version als Hommage

Roter GMA T.50S Lauda Supersportwagen in moderner Halle mit reflektierendem Boden und Spiegelwand.

Am Geburtstag von Niki Lauda vorgestellt, ist der GMA T.50s ‘Niki Lauda’ nicht nur die konsequent auf die Rennstrecke ausgelegte Ausführung des T.50, sondern zugleich eine Würdigung des österreichischen Fahrers, mit dem Gordon Murray bei Brabham in der Formel 1 zusammenarbeitete.

Limitierung, Produktion und Preis des GMA T.50s ‘Niki Lauda’

Auf nur 25 Exemplare limitiert, soll der T.50s ‘Niki Lauda’ gegen Ende des Jahres in Produktion gehen. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für 2022 vorgesehen. Preislich werden 3,1 Millionen Pfund (vor Steuern) beziehungsweise rund 3,6 Millionen Euro aufgerufen.

Laut Gordon Murray erhält jeder T.50s ‘Niki Lauda’ eine eigene, individuelle Spezifikation. Zudem trägt jedes Chassis als Bezeichnung einen Sieg des Österreichers – das erste Exemplar etwa den Namen „Kyalami 1974“.

„Krieg gegen das Gewicht“, zweiter Akt

Wie beim Strassenmodell stand beim GMA T.50s ‘Niki Lauda’ das Thema Gewicht im Zentrum der Entwicklung. Herausgekommen ist ein Auto, das nur 852 kg auf die Waage bringt – 128 kg weniger als die Strassenversion.

Damit liegt der Wert sogar unter den ursprünglich anvisierten 890 kg. Möglich wurde das unter anderem durch das neue Getriebe (-5 kg), den leichteren Motor (er wiegt 162 kg, also 16 kg weniger), dünner ausgeführte Materialien an der Karosserie sowie den Verzicht auf Audioanlage und Klimaanlage.

Für den Vortrieb sorgt eine speziell abgestimmte Variante des von Cosworth entwickelten 3.9 l V12, der bereits im T.50 zum Einsatz kommt. Das Aggregat leistet 711 cv bei 11 500 rpm, dreht bis 12 100 rpm und erreicht dank RAM-Ansaugung über den Lufteinlass 735 cv.

Die Kraftübertragung übernimmt das massgeschneiderte sechsstufige Xtrac IGS-Getriebe, das über Schaltwippen am Lenkrad bedient wird. Mit einer konsequent auf die Rennstrecke ausgelegten Abstufung soll der GMA T.50s ‘Niki Lauda’ eine Höchstgeschwindigkeit von 321 bis 338 km/h erreichen.

Über den T.50s ‘Niki Lauda’ sagte Gordon Murray: „Ich wollte vermeiden, was ich beim McLaren F1 gemacht habe (…) Die Track-Versionen dieses Autos wurden erst angepasst, nachdem wir das Strassenauto gebaut hatten. Diesmal haben wir beide Versionen mehr oder weniger parallel entworfen.“

Genau dieser Ansatz machte es möglich, dem T.50s ‘Niki Lauda’ nicht nur eine andere Monocoque-Struktur, sondern auch einen eigenen Motor und ein eigenes Getriebe zu geben.

Aerodynamik auf hohem Niveau

Neben dem konsequenten Leichtbau spielte auch die Aerodynamik eine zentrale Rolle im Lastenheft. Der T.50s ‘Niki Lauda’ übernimmt die bereits vom T.50 bekannte 40-cm-Hochleistungsventilator-Lösung und kann sich dadurch viele der üblichen aerodynamischen Anbauten sparen.

Ganz ohne zusätzliche Aero-Elemente kommt er dennoch nicht aus: Eine gross dimensionierte Heckflügel-Lösung sorgt für mehr Downforce, eine dorsale „Haifischflosse“ für zusätzliche Stabilität.

Das vollständig einstellbare Kit der Track-Version aus dem Hause Gordon Murray Automotive soll bei hohem Tempo beeindruckende 1500 kg Downforce erzeugen – das entspricht dem 1,76-fachen des Gesamtgewichts des T.50s. Rein theoretisch wäre damit sogar das Fahren „kopfüber“ denkbar.

Zentralsitzposition und „Trackspeed“-Pack

Geblieben ist die klassische zentrale Fahrposition, zugleich lässt sich weiterhin ein zusätzlicher Passagier mitnehmen. Begleitet wird der Gordon Murray T.50s ‘Niki Lauda’ ausserdem vom „Trackspeed“-Pack, das von Werkzeugen bis hin zu Anleitungen reicht, um dieses „Einhorn“ auf unterschiedlichsten Rennstrecken möglichst optimal zu nutzen.


Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen