Kommen, sehen und siegen. Für die Führungsspitze von CUPRA könnte dieser Dreiklang als Kurzformel für die ersten drei Jahre der spanischen Marke gelten. Seit der Gründung 2018 entwickelt sich CUPRA schneller, als man es intern erwartet hatte.
Diese Zufriedenheit war im Gespräch mit dem Fachmedium Automobil-Vernunft deutlich zu spüren, als es anlässlich des dritten Markenjahrestags um die Bilanz ging. Carlos Galindo, Produktmarketing-Direktor bei CUPRA, brachte es so auf den Punkt: „Der Weg von CUPRA war aussergewöhnlich. Im letzten Jahr waren wir trotz aller Einschränkungen die einzige Marke, die in Europa um 11% gewachsen ist“.
Dass ihn dieses Resultat besonders stolz macht, liegt für Galindo nicht nur an den nackten Zahlen, sondern auch an den Umständen. „CUPRA hat eine bemerkenswerte Motivation und Resilienz gezeigt. Parallel zu den Herausforderungen der Pandemie haben wir 2020 das erste 100% CUPRA Modell eingeführt, den Formentor. Das war ein Moment, auf den wir alle lange hingefiebert haben“.
Das ADN der CUPRA
Galindos Enthusiasmus für CUPRA kommt nicht von ungefähr. Er hat die Marke von Anfang an miterlebt und gehört zu den Verantwortlichen, die seit dem Start dabei sind. „Es passiert nicht jeden Tag, dass man aktiv an der Geburt einer neuen Automobilmarke mitwirken kann“, sagte er.
Von SEAT und dem Leon zur neuen Marke CUPRA
Vor seiner Zeit bei CUPRA arbeitete Galindo bei SEAT und war dort unter anderem für das Entwicklungsprogramm des Leon und des Leon CUPRA mitverantwortlich. Gerade dieser Überblick über beide Marken rückte ihn in den Fokus von Wayne Griffiths, dem CEO von CUPRA, um bei der Ausrichtung der neuen Marke mitzuwirken.
Eine Marke wie CUPRA zu lancieren, bei der Fahrspass zu den tragenden Säulen zählt, könnte in einer Phase, in der Käufer diesem Thema scheinbar weniger Bedeutung beimessen, als Wagnis wirken. Galindo wählt dafür jedoch einen anderen Begriff: „Chance“. „Unsere Kunden haben die Marke CUPRA sehr gut verstanden. Und die Ergebnisse sind sichtbar“.
Was wir von CUPRA erwarten können
Als Produktmarketing-Direktor wurde Galindo natürlich auch dazu befragt, ob es sich lohnt, weiter auf einen CUPRA Ibiza zu warten. Seine Antwort blieb bewusst rätselhaft, begleitet von einem ehrlichen Lächeln: „Von CUPRA können Sie das Unerwartete erwarten“. Das klingt danach, als würde es keinen CUPRA Ibiza geben – und dennoch lässt sich Galindos Aussage schwer widerlegen.
„Hat jemand mit dem CUPRA Formentor VZ5 gerechnet? Ein ‚Super-SUV‘ mit einem Fünfzylinder-Turbomotor und 390 cv Leistung. Wahrscheinlich niemand.“
Elektrifizierung und Motorsport als feste Bestandteile
In der Führungsetage ist die Richtung dennoch klar. „Der CUPRA Born wird unser erster 100% elektrischer sein“ – ein Modell, das sich bald zu den elektrifizierten Varianten des CUPRA Leon gesellt. Hinzu kommen die Rennsport-„Geschwister“: der CUPRA e-Racer für Asphaltstrecken sowie der CUPRA Extreme E für Offroad-Kurse auf Erde. „Der Motorsport war immer Teil des ADN von CUPRA und wird es bleiben“, erinnerte Galindo.
Nächster Schritt: CUPRA Tavascan ab 2024
Ebenfalls geplant ist ein weiterer 100% elektrischer Neuzugang im Jahr 2024: der CUPRA Tavascan, ein sportliches SUV mit 306 cv Leistung und mehr als 500 km Reichweite. Insgesamt erfüllt CUPRA die gesetzte Agenda konsequent – die Marke ist nicht bloss eine Verlängerung von SEAT, sondern geht deutlich darüber hinaus. Mit Blick auf die kommenden Jahre griff Galindo erneut zu der Formulierung, die inzwischen vertraut klingt: „Von CUPRA können Sie das Unerwartete erwarten“.
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