Nach zahlreichen Teasern und einer langen Wartezeit ist er nun da: der Hyundai Bayon. Er erweitert die SUV/Crossover-Familie von Hyundai – und ist zugleich das kleinste Modell der Reihe.
Technisch basiert der Bayon auf der Plattform des i20. Optisch gelingt es ihm jedoch, diese Verwandtschaft weitgehend zu kaschieren. Tatsächlich erinnert er in mehreren Details eher an den frisch überarbeiteten Kauai, vor allem an der Front.
Vorn fällt die geteilte Lichtsignatur auf: Oben sitzt eine schmale Leiste mit den Tagfahrleuchten sowie ein kleiner Kühlergrill. Darunter folgen die eigentlichen Scheinwerfer und ein deutlich grösser dimensionierter Grill. Am Heck prägen Boomerang-förmige Rückleuchten und ein durchgehendes Leuchtenband über die gesamte Breite der Heckklappe den Auftritt.
Kleiner als der Kauai – aber nur knapp
Bei den Abmessungen kommt der Bayon auf 4180 mm Länge, 1775 mm Breite und 1490 mm Höhe. Der Radstand beträgt 2580 mm. Damit ist er geringfügig kompakter als der grössere Kauai. Zum Vergleich: Dieser misst 4205 mm in der Länge, 1800 mm in der Breite, 1565 mm in der Höhe und bietet 2600 mm Radstand.
Auch beim Gepäckraum kann der Bayon punkten: Der Kofferraum fasst sehr ordentliche 411 Liter – und liegt damit sogar über den 374 Litern, die der Kauai bietet.
Innenraum und Displays im Hyundai Bayon
Während sich Bayon und i20 aussen kaum mehr als das Markenlogo teilen, ist die Nähe im Innenraum deutlich: Das Cockpit wirkt nahezu wie eine 1:1-Übernahme aus dem neuen südkoreanischen Kleinwagen.
Zur Ausstattung gehören ein digitales Kombiinstrument mit 10,25” sowie ein zentraler Bildschirm in 8” oder 10,25”. Interessant dabei: Ausgerechnet das kleinere Display unterstützt die wireless-Anbindung an Apple CarPlay und Android Auto.
Auch bei der weiteren Technik im Innenraum legt der Hyundai Bayon nach. An Bord sind ein induktives Ladepad fürs Smartphone, insgesamt drei USB-Anschlüsse (zwei vorn, einer hinten) sowie ein Bose-Soundsystem.
Technologie im Dienst der Sicherheit
Wie der i20, dessen Basis er nutzt, setzt auch der Hyundai Bayon stark auf Sicherheits- und Assistenzsysteme.
Das Paket Hyundai SmartSense stattet den Bayon unter anderem mit folgenden Funktionen aus:
- Adaptiver Cruise control auf Basis des Navigationssystems (erkennt Kurven im Voraus und passt die Geschwindigkeit an);
- Frontkollisionsassistent mit autonomer Notbremsung sowie Erkennung von Fussgängern und Radfahrern;
- Spurhalteassistent;
- Automatisches Fernlicht;
- Fahreraufmerksamkeitswarnung;
- Rückwärts-Einparkhilfe mit Antikollisionsfunktion und Querverkehrswarner hinten;
- Totwinkelradar;
- System zur Anzeige der zulässigen Höchstgeschwindigkeit;
- Anfahrhinweis, wenn das vorausfahrende Fahrzeug losfährt.
Motoren und Getriebe
Unter der Motorhaube des neuen Hyundai Bayon arbeiten – wenig überraschend – die bereits aus dem Hyundai i20 bekannten Aggregate.
Den Einstieg bildet der 1.2 MPi mit 84 cv, kombiniert mit einem manuellen Fünfganggetriebe. Darüber positioniert sich der 1.0 T-GDi in zwei Leistungsstufen mit 100 cv oder 120 cv. Optional (bei der 100-cv-Version) beziehungsweise serienmässig (bei 120 cv) ist ein 48-V-mild-hybrid-System erhältlich.
Bei den Getrieben gilt: In Verbindung mit dem mild-hybrid-System wird der 1.0 T-GDi entweder mit einem Siebengang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe oder mit dem intelligenten Sechsgang-Schaltgetriebe (iMT) angeboten.
In der 100-cv-Variante ohne mild-hybrid ist der 1.0 T-GDi ebenfalls wahlweise mit der Siebengang-Doppelkupplungsautomatik oder mit einem manuellen Sechsganggetriebe verfügbar.
Als wichtigste technische Neuerung bringt der Bayon ein System namens „Rev Matching“ mit – ein Feature, das üblicherweise den sportlicheren Hyundai-Modellen vorbehalten ist.
Es sorgt für weichere und zugleich sportlichere Gangwechsel. Verfügbar ist „Rev Matching“ beim 1.0 T-GDi in Kombination mit der Doppelkupplungsautomatik in allen Fahrmodi. In der 48-V-mild-hybrid-Version mit iMT arbeitet das System im Modus „Sport“.
Wann der neue Bayon in den Handel kommt und welchen Preis Hyundai ansetzt, hat der Hersteller bislang noch nicht bekannt gegeben.
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