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Elektroautos für den Winter: Changan und CATL präsentieren die Natrium-Ionen-Batterie Naxtra bis −50 °C

Blauer Tesla Winter-Elektrowagen in modernem Ausstellungsraum mit Panoramafenstern und verschneiten Bergen im Hintergrund

5. Februar 2026, 12:31

Bildnachweis: A. Krivonosov

Changan stellte eine Natrium-Ionen-Batterie für Elektroautos bei −50 °C vor

Changan und CATL: Natrium-Ionen-Batterie CATL Naxtra für extreme Kälte

CATL Naxtra: Natrium-Ionen-Batterie für −50 °C

Der chinesische Automobilkonzern Changan hat gemeinsam mit dem Batterie-Grossunternehmen CATL einen wichtigen Schritt für Elektroautos in kalten Regionen gemeldet. In der Stadt Yakeshi in der Inneren Mongolei wurde erstmals die Natrium-Ionen-Batterie CATL Naxtra gezeigt, die laut den Beteiligten selbst bei Temperaturen bis −50 Grad Celsius zuverlässig arbeiten soll. Ziel der Entwicklung ist es, eines der Hauptprobleme von E-Autos im Winter anzugehen: die deutlich sinkende Reichweite, wie „Iswestija“ schreibt.

Mehr Reichweite im Winter und weniger Thermomanagement

Im Unterschied zu klassischen Lithium-Ionen-Akkus, die bereits bei −20 °C einen spürbaren Teil ihrer Kapazität verlieren, soll die Natrium-Ionen-Batterie Naxtra Kälte wesentlich besser verkraften. Nach Angaben der Entwickler entlädt sie sich bei −30 °C dreimal weniger, hält bei −40 °C rund 90% der Kapazität und liefert auch bei −50 °C weiterhin Energie. Dadurch könnten aufwendige Systeme zur Temperaturregelung entfallen, was den Energiebedarf senkt und den Fahrzeugaufbau vereinfacht.

Sicherheit, Kennzahlen und nächste Schritte

Neben der Kälteresistenz wird auch die höhere Sicherheit als Pluspunkt genannt. Der Natrium-Ionen-Akku gilt als unempfindlich gegenüber mechanischen Einwirkungen: Beim Bohren, Sägen oder Zerkleinern soll er weder Feuer fangen noch explodieren. Das macht die Technik insbesondere für einen breiten Einsatz interessant, auch unter harten Betriebsbedingungen.

Gleichzeitig bleibt die Technologie nicht ohne Einschränkungen. Die Energiedichte der CATL Naxtra liegt bei 175 Wh/kg und damit unter dem Niveau von Lithium-Ionen-Batterien. Trotzdem soll ein Akku mit 45 kWh eine Reichweite von mehr als 400 km ermöglichen. Langfristig wollen die Entwickler diesen Wert bei Elektroautos auf 500–600 km und bei Hybridmodellen auf 300–400 km steigern. Als erstes Changan-Modell mit Natrium-Ionen-Batterie ist der Nevo Q05 vorgesehen.

Changan betont, dass die Technik zunächst im chinesischen Heimatmarkt erprobt wird. Konkrete Pläne, damit Fahrzeuge der Deepal-Baureihe auszustatten, die für den Marktstart in Russland vorbereitet werden, gibt es derzeit nicht. Zugleich will CATL Lithium-Ionen-Akkus nicht ablösen - beide Technologien sollen parallel weiterentwickelt werden. Eine Batterie, die bei −50 °C arbeiten kann, könnte für Länder mit kaltem Klima ein möglicher Wendepunkt für Elektroautos sein.

Wenn sich die angekündigten Werte im realen Betrieb bestätigen und die Lösung wirtschaftlich sinnvoll ist, wären E-Autos kein „saisonales“ Verkehrsmittel mehr und könnten auch in nördlichen Regionen auf Augenhöhe mit dem Verbrennungsmotor konkurrieren.

Zuvor berichtete 32CARS.RU, dass Besitzer von Elektroautos mit ihrer Technik zufriedener sind als andere.

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