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NHTSA prüft Regeln für autonome Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale in den USA

Weißes, elektrisches Sportcoupé mit futuristischem Design in einem modernen Showroom.

Autofahrzeuge ohne Lenkrad oder Pedale könnten in den USA der Praxis näherkommen. Die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) nimmt derzeit die Vorschriften für Fahrzeuge unter die Lupe, die ausschliesslich für den Betrieb im autonomen Fahrmodus ausgelegt sind – und ebnet damit den Weg für eine neue Generation von Autos.

Einen ersten konkreten Schritt machte die Behörde bereits Ende des vergangenen Monats: Sie schlug offiziell vor, in solchen Fahrzeugen die Pflicht für ein Bremspedal zu streichen.

In einem Interview mit CNBC räumte Jonathan Morrison, Administrator der NHTSA, nun zudem ein, dass auch ein Verzicht auf das Lenkrad bei Autos mit autonomen Fahrsystemen denkbar sei. Auf die entsprechende Frage antwortete er, das sei „ohne Zweifel“ eine Option.

„Wenn wir ein Fahrzeug entwickeln, das niemals von einem Menschen bedient werden soll, ergibt es keinen Sinn, manuelle Bedienelemente vorzuschreiben. Wir müssen aufhören, Innovation auf eine Weise zu blockieren, die die Sicherheit nicht verbessert und ausserdem keinen Sinn ergibt“, erklärte er.

Anforderungen, die trotz Lockerungen bestehen bleiben

Trotz dieser möglichen Erleichterungen bleiben die übrigen Vorgaben für das Bremsen unverändert – einschliesslich der strengen Mindestanforderungen an den Anhalteweg. Ausserdem gilt: Bei Fahrzeugen, die sowohl autonome Systeme als auch klassische Bedienelemente an Bord haben, greifen weiterhin sämtliche derzeit bestehenden Regeln.

Fokus auf Sicherheit

Auch wenn bestimmte Anforderungen flexibilisiert werden sollen, betont die NHTSA, dass Sicherheit weiterhin oberste Priorität hat. Morrisons Aussagen fallen in eine Phase, in der der Administrator die Unternehmen hinter dieser Technologie öffentlich zu mehr Verantwortung aufgerufen hat – mit Blick auf ein aus Behördensicht besorgniserregendes Muster bei Einsätzen von Rettungs- und Einsatzkräften.

„In den letzten Monaten hat die NHTSA ein besorgniserregendes Muster der Beeinträchtigung von Notfalleinsätzen durch autonome Fahrzeuge festgestellt“, heisst es in dem Schreiben der Behörde an Hersteller wie Waymo und Tesla.

Konkret geht es um mehrere von der Agentur dokumentierte Vorfälle, bei denen Fahrzeuge mit autonomen Fahrsystemen Notfalleinsätze behinderten oder wichtige Signale nicht erkannten beziehungsweise nicht darauf reagierten – etwa Sirenen, temporäre Beschilderung, Rauch oder Feuer.

„Jede Sekunde zählt, wenn Polizisten, Feuerwehrleute oder Sanitäter zu einem Einsatz ausrücken, weil Menschenleben auf dem Spiel stehen. Deshalb müssen Fahrer, die solche Einsätze stören, mit Bussgeldern und sogar Haft rechnen. Die NHTSA richtet heute einen Appell an Hersteller und Betreiber autonomer Fahrzeuge, ihre Ressourcen sofort darauf zu konzentrieren, dieses Problem zu lösen“, ergänzte Morrison. „Vertrauen muss man sich verdienen, es wird nicht einfach gewährt“, schloss er.

Gleichzeitig stellte die Behörde klar, dass sie „das enorme Potenzial dieser Technologie anerkennt und unterstützt, menschliche Fehler zu reduzieren und die Verkehrssicherheit im Land zu verbessern“.

Tesla Cybercab als Beispiel ohne Lenkrad und Pedale

Praktisch gesehen gibt es bereits Hersteller, die sich auf ein Szenario ohne Lenkrad und Pedale einstellen. Tesla zählt dazu – mit dem Cybercab, einem Fahrzeug, das ohne jegliche konventionellen Bedienelemente entworfen wurde.

Laut Elon Musk, dem CEO des Unternehmens, soll dieses Modell mehr als nur ein Auto sein und sich als Mobilitätsdienst positionieren. Wir hatten bereits die Gelegenheit, es kennenzulernen. Erinnern Sie sich an diesen Moment:


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