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Der neue Volkswagen Polo: Update mit mehr Technik und frischem Look

Blauer Volkswagen Polo Tech in Ausstellungshalle mit moderner Architektur im Hintergrund.

Die überarbeitete Generation des Volkswagen Polo kommt im September in den Handel. Neben neuen Technik- und Infotainment-Lösungen zeigt sie sich optisch zeitgemässer – und will damit erneut ein ernsthafter Kandidat für den Titel „bester Wagen im Segment“ sein.

Vor 46 Jahren entstand der erste Volkswagen Polo als schlichte Ableitung des Audi 50. Damit reagierte Volkswagen auf die starke Präsenz südeuropäischer Marken (italienischer und französischer Hersteller) in einem Marktsegment mit enormem Potenzial.

Heute, fast ein halbes Jahrhundert später, wurden vom Polo bereits über 18 Millionen Exemplare verkauft. Zudem ist er in seinen Abmessungen deutlich gewachsen – von 3,5 auf etwas mehr als 4,0 m Länge und auch um 19 cm in der Breite. Auch bei Verarbeitungsqualität, Komfortniveau und Technik hat das aktuelle Modell mit seinem Vorfahren kaum noch etwas gemeinsam.

Volkswagen Polo bekommt ein neues „Gesicht“

An Front und Heck fallen die Überarbeitungen an Stossfängern und Leuchten so deutlich aus, dass manche ihn fast für ein komplett neues Modell halten könnten – auch wenn es formal keines ist. Serienmässige LED-Technik vorne und hinten prägt den Look des Volkswagen Polo neu, besonders durch das über die gesamte Fahrzeugbreite gezogene Band an der Front, das tagsüber (als Tagfahrlicht) wie nachts eine sehr eigene Lichtsignatur erzeugt.

Gleichzeitig bringt der Polo damit in sein Segment Systeme, die zuvor anderen Fahrzeugklassen vorbehalten waren – etwa intelligente LED-Matrix-Leuchten (optional, je nach Ausstattungslinie, und mit interaktiven Funktionen).

Innenraum: digitaler und besser vernetzt

Auch im Cockpit ist der Technologiesprung klar erkennbar. Das digitale Cockpit gehört nun immer zur Serienausstattung (mit einem 8”-Display, optional als Pro-Version mit 10,25”), ebenso das neue Multifunktionslenkrad. Über die Taste „View“ kann der Fahrer nacheinander zwischen drei unterschiedlichen Grafik- und Anzeigevarianten der Instrumente wechseln – je nach persönlicher Vorliebe sowie je nach Situation oder Reiseart.

Spürbar verändert wird die Bedienung zudem durch die neue Generation des Infotainment-Systems – und durch das überarbeitete Layout des Armaturenbretts: Die beiden Hauptdisplays (Instrumente und zentraler Bildschirm) sind in der Höhe auf einer Linie angeordnet, und mehrere Touch-Module sitzen im oberen Bereich des Dashboards. Eine Ausnahme bildet die Klimabedienung, die in den höher ausgestatteten Versionen ebenfalls auf Touchflächen und Digitalisierung setzt statt auf Drehregler und Tasten.

Der Infotainment-Bildschirm sitzt mittig in einer Art Insel, eingerahmt von Klavierlackflächen. Zur Wahl stehen insgesamt vier Systeme: 6,5” (Composition Media), 8” (Ready2Discover oder Discover Media) oder 9,2” (Discover Pro). Die Einstiegsversion nutzt die modulare Elektrikplattform MIB2 als Basis, während die grösseren Systeme bereits auf MIB3 setzen – mit deutlich besserer Konnektivität, Online-Diensten, Apps, Cloud-Anbindung sowie kabellosen Verbindungen für Apple- und Android-Geräte.

Keine Neuerungen am Fahrwerk…

Am Fahrwerk selbst ändert sich nichts: Diese Polo-Generation (seit 2017) steht auf der MQB-Plattform in der Variante A0. Hinten arbeitet weiterhin eine Verbundlenkerachse, vorne eine unabhängige MacPherson-Konstruktion. Unverändert bleibt auch der grosszügige Radstand von 2548 mm – damit zählt er weiterhin zu den geräumigsten Modellen seiner Klasse.

Auch der Kofferraum bleibt im Segmentvergleich sehr grosszügig: 351 Liter Ladevolumen stehen zur Verfügung, wenn die Rücksitzlehnen in Normalposition sind.

… und auch nicht bei den Motoren

Ähnlich verhält es sich bei den Antrieben: Sie bleiben im Programm, allerdings ohne Diesel. Im September starten die Volkswagen Polo 1.0-Benziner, allesamt Dreizylinder:

  • MPI, ohne Turbo und 80 cv, mit Fünfgang-Schaltgetriebe;
  • TSI, mit Turbo und 95 cv, mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder optional mit Siebengang-DSG (Doppelkupplung);
  • TSI mit 110 cv und 200 Nm, nur mit DSG;
  • TGI, als Erdgasversion mit 90 cv.

Rund um Weihnachten soll die Modellpalette des überarbeiteten Volkswagen Polo zudem ein besonderes Highlight bekommen: den Polo GTi mit vielversprechenden 207 cv – als Gegenspieler zu Angeboten wie dem Hyundai i20 N und dem Ford Fiesta ST.

Fahrerassistenzsysteme

Eine weitere klar erkennbare Weiterentwicklung betrifft die Assistenzsysteme: Travel Assist (kann Lenkung, Bremsen und Beschleunigen übernehmen – ab 0 km/h mit DSG oder ab 30 km/h mit Handschaltung – bis zur Höchstgeschwindigkeit); vorausschauender Tempomat; Spurhalteassistent mit Seitenassistent und Querverkehrswarner hinten; autonomes Notbremssystem; automatische Post-Collision-Brake (zur Vermeidung weiterer Zusammenstösse) und weitere.

Ausstattungslinien sind noch nicht bekannt. Angesichts der deutlich umfangreicheren Inhalte ist jedoch mit einem Preisanstieg für die neue Polo-Palette zu rechnen; das Einstiegsniveau dürfte nur knapp unter 20 000 Euro liegen.

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